Neuerscheinung: Sind Internate noch aktuell?

Sind Internate noch aktuell?, fragt Axel Bernd Kunze in der aktuellen Ausgabe der „Schwarzburg“ (128. Jahrgang, Nr. 4/2019, S. 10 –  14):

„Internate erfreuen sich in der Kinder- und Jugendbuchwelt weiterhin einer ungebrochenen Beliebtheit; ansonsten stehen sie gegenwärtig aber nicht im Mittelpunkt des Interesses, weder in der Erziehungswissenschaft noch in der Bildungspolitik. In der Erzieherausbildung oder Lehrerbildung kommen sie so gut wie gar nicht vor. Zum einen werfen die verschiedenen Missbrauchsskandale ihre langen Schatten. Zum anderen hängt Internaten der Ruf an, elitär und ausgrenzend zu sein; nicht selten werden sie daher als Bremsklotz für mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion im Schulsystem betrachtet.

Doch gibt es vielfältige Gründe, warum ein Leben im Internat sinnvoll sein kann: die Entfernung zur Schule; die familiären Verhältnisse oder die berufliche Situation der Eltern; besondere Bedürfnisse der Schüler und bessere Fördermöglichkeiten; Schwierigkeiten innerhalb der bisherigen Bildungsbiographie; die Möglichkeit, spezielle Interessen gezielt zu vertiefen; der Wunsch, selbständig zu werden …

Internate finden sich an allgemeinbildenden, aber auch berufsbildenden Schulen. […] Baustein innerhalb eines differenzierten Bildungssystems darstellen, das unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden will.“

Neue Veröffentlichungen verlinkt

In der rechten Menüspalte finden Sie neue Arbeitsproben und Auswahlveröffentlichungen zu pädagogischen und sozialethischen Themen verlinkt.

Ferner finden Sie unter der Kategorie „Kolumnen“ einen Link zu den sozialethischen Kolumnen, die regelmäßig in Kooperation mit der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in der „Tagespost“ erscheinen. Unter der Kategorie „Kolumnist der ‚Tagespost'“ finden Sie Kolumnen von Axel Bernd Kunze, Bildungsethiker an der Universität Bonn.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Neuerscheinung zur Interkulturellen Pädagogik: Diakonische Bildung für Pädagogische Fachkräfte in der Elementarbildung

„Das KiTa-Handbuch“, herausgegeben von Martin R. Textor und Antje Bostelmann, hat in der Rubrik „Interkulturelle Pädagogik“ einen Beitrag von Axel Bernd Kunze zur Diakonischen Bildung für Pädagogische Fachkräfte in der Elementarbildung veröffentlicht. Die Gedanken basieren auf einem Impulsvortrag im Rahmen des 1. Bildungskongresses des Kaiserswerther Verbandes, der Ende September in Lutherstadt Wittenberg stattfand; der Vortrag wurde für die Druckfassung wesentlich erweitert:

Diakonische Bildung – Drei Praxisbeispiele aus der Aus- und Fortbildung Pädagogischer Fachkräfte zum Umgang mit religiös-kultureller Vielfalt

Der Artikel im „KiTa-Handbuch“ ist online zugänglich.

Weitere Beiträge im „KiTa-Handbuch“ aus der Feder desselben Autors finden Sie hier. Bisher sind erschienen:

Neuerscheinung: Was Erziehung heute leisten kann. Pädagogik jenseits von Illusionen

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Von Professor Dr. Bernd Ahrbeck, Lehrstuhlinhaber für Psychoanalytische Pädagogik an der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin, ist im Kohlhammer-Verlag aktuell erschienen: Was Erziehung heute leisten kann. Pädagogik jenseits von Illusionen (Stuttgart 2020).

„Eine Abgrenzung zwischen der Vermittlung schulischer Wissensbestände einerseits und Wertvorstellungen auf der anderen Seite kann zwar im Einzelfall schwierig sein, grundsätzlich stehen sich jedoch unterscheidbare Pole gegenüber. Auch auf der Ebene der Werte und Bewertungen sind wichtige Differenzierungen vorzunehmen, die entlang der Linie Öffentliches und Privates, gesellschaftlich Erwartbares und Intimes entfalten. Axel Bernd Kunze (2015) hat darauf anhand des Verhältnisses von Toleranz und Akzeptanz verwiesen Beide dürfen nicht miteinander verwechsel werden. […] Aus diesem Grund ist Kunze skeptisch, wenn staatlicherseits oder in anderen Bereichen des öffentlchen Lebens Akzeptanz eingefordert wird, eine Akzeptanz, die im Widerspruch zur Selbstbestimmung und freien Selbstentfaltung stehen kann. ‚Von der Schule erzwungene, [oder gar noch] durch Noten sanktionierte Werturteile sind moralisch wertlos und widersprechen dem Indoktrinatiinsverbot‘ (Kunze, 2015, S. 7).“

(S. 129 f.)

Neuerscheinung: Wahlfreiheit im Bildungssystem

Mit Verzögerung ist Heft 3/2019 der Zeitschrift engagement erschienen – mit dem Titel: „Reich, schön, bildungsnah?“ – Kirchliche Schulen und die Frage der Segregation (hg. v. Rafael Frick, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg):

In einem Grundsatzbeitrag begründet der Erziehungswissenschaftler Axel Bernd Kunze aus bildungstheoretischer Perspektive, warum der freiheitliche Rechts- und Verfassungsstaat kein Bildungsmonopol für sich beanspruchen darf. Dabei rekurriert er auf kodifizierte menschenrechtliche Normierungen und anthropologische Überlegungen. Weiterhin kommen Strukturfragen kirchlicher Schulen in weltanschaulich heterogenen Gesellschaften zur Sprache.

(aus dem Editorial)

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Im Rezensionsteil werden besprochen:

  • Jean Ehret, Jean-Louis Zeien (Hgg.): Herausforderung Religion(en) und Schule(n), Berlin 2018 (Rez:: Volker Ladenthin)
  • Stefan Seidel: Für eine Kultur der Anerkennung. Beiträge und Hemmnisse der Religion, Würzburg 2018 (Rez.: Hans-Michael Mingenbach)
  • Alfred Herrmann: Sich Gott nähern. Frauenorden in Deutschland, Paderborn 2017 (Rez.: Axel Bernd Kunze)
  • Hans Georg Wehrens: Rom. Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9. Jahrhundert. Ein Vademecum, Freiburg (Brsg.) 2016 (Rez.: Mariano Barbato)
  • Thomas Schumacher: Der heilige Nikolaus – Bischof von Myra. Annäherungen aus Geschichte, Legenden und Theologie, München 2018 (Rez.: Hans-Michael Tappen)
  • Wolfgang Benedek (Hg.): Menschenrechte verstehen. Handbuch zur Menschenrechtsbildung, Berlin/Wien/Graz 2017 (Rez.: Axel Bernd Kunze)
  • Mirjam Pressler: Dunkles Gold, Weinheim 2019 (Rez.: Anna Winkler-Benders)
  • Angie Thomas: On the come up, München 2019 (Rez.: Anna-Winkler-Benders)