Staatslexikon online: Artikel über Christliche Bildungs- und Erziehungsverbände

Seit September 2018 ist die Onlineversion der achten Auflage des renommierten Staatslexikons der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft frei zugänglich. Neu aufgenommen wurde in die achte Auflage ein Artikel über Christliche Bildungs- und Erziehungsverbände:

Axel Bernd Kunze: Art. Christliche Bildungs- und Erziehungsverbände, in: Staatslexikon. Recht – Wirtschaft – Gesellschaft in 5 Bänden, hgg. von der Görres-Gesellschaft u. dem Verlag Herder, Band 1 (2017), Freiburg (Brsg.): Herder, 8. Aufl., Sp. 1059 – 1066; die Onlineausgabe ist über folgenden Link abrufbar:

https://www.staatslexikon-online.de/Lexikon/Christliche_Bildungs-_und_Erziehungsverb%C3%A4nde

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Publikationsliste für 2018 erschienen: Pädagogik der frühen Kindheit

Die Kommission Pädagogik der frühen Kindheit der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft hat ihre jährliche Publikationsliste mit Neuerscheinungen der Kommissionsmitglieder aus dem Jahr 2018 veröffentlicht. Die Publikationsliste findet sich hier.

Die Publikationsliste enthält auch folgende bildungsethisch relevante Publikationen:

  • Helmond, A., Kunze, A. B. & Simpfendörfer-Autenrieth, M. (Red.). (2018). Kindheit. Veränderung und Unveränderliches. Weinstadt: Großheppacher Schwesternschaft.
  • Kunze, A. B. (2018). Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen wird 30 Jahre alt. In A. Helmond, A. B. Kunze & M. Simpfendörfer-Autenrieth (Hrsg.), Kindheit. Veränderung und Unveränderliches (S. 42-47). Weinstadt: Großheppacher Schwesternschaft.

  • Kunze, A. B. (2018): Wie lassen sich Haltung und Auftrag professioneller Erziehung grundlegend erschließen? Überlegungen für die Einstiegsphase der sozialpädagogischen Ausbildung. In C. Püttmann (Hrsg.), Erziehung – Konzepte und Unterrichtsbeispiele zur Einführung in einen pädagogischen Grundbegriff (S. 206-236). Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren.

  • Kunze, A. B. (2018). Wissenswertes zu unserer Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. In A. Helmond, A. B. Kunze & M. Simpfendörfer-Autenrieth (Hrsg.), Kindheit. Veränderung und Unveränderliches (S. 32-35). Weinstadt: Großheppacher Schwesternschaft.

  • Kunze, A. B. (2018). Ethische Fallbesprechungen in der Erzieherausbildung und der Fortbildung Pädagogischer Fachkräfte. Am Beispiel inklusiver Verpflegung in sozialpädagogischen Ganztageseinrichtungen. Engagement, 36(4), 191-195.

  • Kunze, A. B. (2018). Welche Rolle spielen Rituale für die pädagogische und religionspädagogische Arbeit? Katholische Bildung, 119(5-6), 107-115.

Neuerscheinung: Sozialpädagogik oder Elementarbildung?

Am 30. Januar 2019 hielt Professor Dr. Volker Ladenthin seine Abschiedsvorlesung zum Thema „Bildung und Demokratie“: streitbar, transzendentalkritisch, anschaulich … Er gehörte zu den dienstältesten Professoren der Bonner Philosophischen Fakultät, wie der Dekan in seinem Grußwort vermerkte. Am Ende wurde dem Erziehungswissenschaftler eine Festschrift überreicht, deren Frage sich auf das Leitmotiv seiner Hochschullehrertätigkeit bezieht: Bildung – noch immer ein wertvoller Begriff?! Mit dem Geehrten verlässt wieder einmal mehr eine gewichtige Stimme die Universität, die an einer genuin bildungsbezogenen Begründung von Schule, Hochschule und Lehrerbildung streitbar festgehalten hat – aber eine Abschiedsvorlesung bedeutet hoffentlich nicht den Abschied aus dem öffentlichen Bildungsdiskurs.

Stephan Stomporowski, Anke Redecker, Rainer Kaenders (Hgg.): Bildung – noch immer ein wertvoller Begriff`?! Festschrift für Prof. Dr. Volker Ladenthin (Wissenschaft und Lehrerbildung; 3), Göttingen: V & R unipress/Bonn University Press 2019.

Heutzutage ist es erschreckend bequem, unmündig zu sein. Habe ich eine internationale Vergleichsstudie, die für mich Verstand hat, ein Bildungsmonitoring, das für mich Gewissen hat, und einen Fitness-Tracker, der für mich die passende Diät liefert, können die Mühen des eigenständigen Denkens und Prüfens durch Datensammeln ersetzt werden. Der Begriff der Bildung gewinnt in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Flexibilisierung und globaler Komplexität bei gleichzeitiger Neigung zu Simplifizierung, bequemlicher Isolierung und ökonomischem Verwertungsinteresse zunehmend an pädagogischer Bedeutung.“ (aus dem Klappentext)

Axel Bernd Kunze fragt in seinem Beitrag für die Festschrift: Sind Tageseinrichtungen für Kinder Institutuionen der Sozialpädagogik oder Elementarbildung? Beobachtungen zum bildungsbezogenen Sprachgebrauch um frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung, in: ebd., S. 199 – 217.

Online verfügbar: Beiträge zur Didaktik der Elementarbildung

Die Hefte der Publikationsreihe „Gruß aus der Großheppacher Schwesternschaft“ (gleichzeitig als „Kind und Schwester“ erschienen) stehen kostenlos als Download zur Verfügung. Darin finden sich folgende Beiträge zur Didaktik der Elementarbildung:

Axel Bernd Kunze: Braucht Religion Bildung? Braucht Bildung Religion?, in: Ausgabe 123.

http://www.grossheppacher-schwesternschaft.de/assets/files/publikationen/Gruss/131114_gruss_2013_ds_web.pdf

Axel Bernd Kunze:  Eine Vorschule des Glaubens. Zur Bedeutung gemeinschaftlicher Rituale im Schulalltag, in: Ausgabe: 125.

http://www.grossheppacher-schwesternschaft.de/assets/files/publikationen/Gruss/161108-ghs-gruss-2016-2017-inhalt.pdf

Axel Bernd Kunze: Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen wird 30 Jahre alt, in: Ausgabe: 2018/19.

http://www.grossheppacher-schwesternschaft.de/assets/files/publikationen/Gruss/181204-ghs-gruss-2018-2019-ds.pdf

Kolumne: Wie politisch ist Diakonie?

Wie politisch ist Diakonie? Verbände und Träger im Sozialbereich wollen nicht abseits stehen.

… mit dieser Frage beschäftigt sich eine Kolumne in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 11. Januar 2019:

https://www.die-tagespost.de/politik/wi/Kolumne-Wie-politisch-ist-Diakonie;art314,194814

Der Verfasser, Axel Bernd Kunze, ist Sozialethiker und Pädagogik. Er arbeitet als Schulleiter. Ferner lehrt er in der Lehrerbildung an der Universität Bonn sowie als Lehrbeauftragter in der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik.

Wöchentlich schreiben führende deutschsprachige Sozialethiker für die sozialethische Kolumne, die – in Kooperation mit der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach – in der katholischen Wochenzeitschrift aus Würzburg erscheint. Kommentiert werden aktuelle Entwicklungen unserer Wirtschafts- und Sozialordnung. Seit Jahresbeginn findet sich die Kolumne an fester Stelle auf der Seite für Wirtschaft und Soziales.

Internationaler Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2018

Der idw – Informationsdienst Wissenschaft berichtet über das zum Internationalen Tag der Menschenrechte 2018 gegründete Netzwerk Menschenrechtsbildung. Anlass ist das siebzigjährige Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Das Vernetzungsvorhaben geht auf eine Initiative von Sven Sauter von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg zurück:

https://idw-online.de/de/news?print=1&id=707493

Neuerscheinung zum Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention: Kindheit – Veränderung und Unveränderliches

2019 wird die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen dreißig Jahre alt. Aus diesem Anlass trägt die neue Ausgabe 2018/19 der Reihe „Gruß aus der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft“ den Titel

KINDHEIT – Veränderung und Unveränderliches.

Axel Bernd Kunze fragt in seinem Beitrag, welche Konsequenzen sich aus den Kinderrechten für die Didaktik der Elementarbildung und die Erzieherausbildung ergeben:

Wie andere Menschenrechtsdokumente auch erwähnt die Kinderrechtskonvention die Elementarbildung nicht ausdrücklich. Allerdings zeigt die mittlerweile dreißigjährige Auslegungspraxis, dass die Bestimmungen der Konvention – im Rahmen der Staatenberichte – zunehmend auch auf den Bereich der frühen Bildung und Erziehung übertragen werden. Der Erzieherberuf kann daher durchaus als wichtige Menschenrechtsprofession begriffen werden.

Erzieherinnen und Erzieher sind Anwälte der Interessen und Bedürfnisse der Kinder. Die volle Verwirklichung des Rechts auf Bildung setzt voraus, dass Kinder bereits von Anfang an bei ihren Lernprozessen unterstützt und in ihrer Entwicklung gefördert werden. Wichtig hierbei sind Formen der kontinuierlichen Beobachtung und Dokumentation, regelmäßige Beratungs- und Entwicklungsgespräche mit den Eltern sowie die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Netzwerkpartnern, damit im Bedarfsfall weitergehende Schutz– oder Unterstützungsmaßnahmen vermittelt werden können. Eigene Präventions- und Schutzkonzepte sollten für alle Kindertageseinrichtungen selbstverständliche Pflicht sein.

Wer in Krippe oder Kindertagesstätte arbeitet, erfüllt einen ganzheitlichen Förderauftrag, wie der Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen von 2004 deutlich macht: „Angesprochen wird damit insbesondere die Entwicklung des Sozialverhaltens sowie der Fähigkeit und der Bereitschaft zur entwicklungsangemessenen Übernahme von Verantwortung. Dies sind auch gleichzeitig anerkannte Aspekte der Persönlichkeitsbildung. Der Bildungsprozess des Kindes umfasst alle Aspekte seiner Persönlichkeit. Bildung und Erziehung werden als ein einheitliches, zeitlich sich erstreckendes Geschehen im sozialen Kontext betrachtet.“ Der Prozess der Weltaneignung ergibt sich vorrangig aus sozialen Situationen, erfolgt in Tageseinrichtungen für Kinder also in erster Linie alltagsbasiert.

Aus dem Alltagsgeschehen einer Kindertageseinrichtung heraus ergeben sich immer wieder wirksame Beteiligungsmöglichkeiten; solche realen Erfahrungen können für die Werterziehung äußerst fruchtbar sein […]

Bildung in Kindertageseinrichtungen beginnt entscheidend damit, dass Erzieherinnen und Erzieher Erfahrungen ermöglichen, durch welche die Kinder lernen, wachsen und sich erproben können. Nicht zuletzt kann die Elementarbildung Erfahrungsräume erschließen, die in der Familie oder im sozialen Umfeld heute vielfach fehlen. Dies können zum Beispiel soziale Erfahrungen für Kinder sein, die ohne Geschwister aufwachsen; Erfahrungen im Wald oder auf der Wiese für Kinder, die sonst keinen direkten Kontakt mit der Natur mehr erleben; Erfahrungen mit Büchern für Kinder, die in der Familie vor allem mit Internet oder Fernsehen aufwachsen; Erfahrungen im handwerklich-künstlerisch-praktischen Bereich für Kinder, die schon früh mit Smartphone und Tablet aufwachsen; Erfahrungen mit Ritualen, religiösen Feiern oder Sinnfragen für Kinder, die in der Familie keine Begegnung mit gelebter Religion mehr erleben; Erfahrungen beim forschenden Experimentieren, kreativen Ausprobieren und Entdecken für Kinder, die sonst nur vorgeformtes Spielzeug kennen …

Auszug aus: Axel Bernd Kunze: Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen wird 30 Jahre alt, in: Antje Helmond, Axel Bernd Kunze, Magdalene Simpfendörfer-Autenrieht (Red.): Kindheit – Veränderung und Unveränderliches (Gruß aus der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft; 2018/19), o. O. (Weinstadt) 2018, S. 42 – 47.