Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen feiert Jubiläum

Die Wurzeln der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Esslinger Hochschule liegen in der Sozialen Frauenschule des Schwäbischen Frauenvereins e. V., die 1917 in Stuttgart gegründet wurde. An dieses Ereignis vor hundert Jahren erinnerte die Fakultät am 20. Oktober 2017 mit einem Festakt „100 Jahre Lehre und Forschung für Soziale Berufe“. Im Mittelpunkt der Festreden werden die Fragen stehen: „Nach 100 Jahren – Wo wir heute stehen“ und „Wie werden wir leben? Soziologische Perspektiven auf Konflikte und Kooperationen“. Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze, Schulleiter der benachbarten Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Weinstadt, hält regelmäßig im Sommersemester an der Fakultät Gastvorträge, um Studenten der Kindheitspädagogik das Lehren in der Erzieherausbildung als mögliches Arbeitsfeld vorzustellen.

Herzlichen Glückwunsch an die Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen zu ihrem hundertjährigen Bestehen! Wir freuen uns weiterhin auf eine gute Kooperation.

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Neue Publikationsreihe: Bildung und Unterricht an Bekenntnisschulen

In der Christlichen Verlagsgesellschaft mbH in Dillenburg ist jetzt eine neue Publikationsreihe eröffnet worden, die sich grundlegenden Themen über Bildung und Unterricht an Bekenntnisschulen widmet:

Evangelische Bekenntnisschulen in Bildungsverantwortung

Private Schulen, die ein klar erkennbares pädagogisches Profil besitzen und eine verlässliche Werterziehung garantieren, stehen bei Eltern hoch im Kurs. Sie  sind ein wichtiger Garant der Freiheit im Bildungssystem sowie der pädagogischen Wahlfreiheit der Eltern und Lernenden. Bildungspolitisch und bildungswissenschaftlich weht ihnen aber durchaus ein starker Wind ins Gesicht, laufen sie dem allgemeinen Trend zu einem Egalitarismus in Bildungsfragen entgegen. Umso wichtiger ist es, das eigene Profil zu schärfen und wissenschaftlich auszuweisen. Beides versucht der erste Band der Reihe:

VEBS-Akademie (Hg.): Profil schärfen. Grundlegende Gedanken zu einem christlichen Bildungsverständnis (Evangelische Bekenntnisschulen in Bildungsverantwortung; 1), Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft 2017.

Neuerscheinung: Pädagogischer Umgang mit gespielter Aggressivität – wie sollen Erzieher reagieren?

Die Zeitschrift „Beiträge aus der sozialpädagogischen Ausbildung“, die 2018 in ein Jahrbuch umgewandelt werden wird, veröffentlicht herausragende Facharbeiten und Bachelorarbeiten, die im Rahmen der Erzieherausbildung oder sozialpädagogischen Studiengängen entstanden sind. Die Zeitschrift erscheint im dohrmannVerlag.Berlin für europäische und interkulturelle Pädagogik. Es ist erfreutlich, dass innovative und bemerkenswerte Facharbeiten auf diese Weise einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden. Im aktuellen Heft Nr. 14 vom Oktober 2017 wird erstmals eine Arbeit aus der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt gewürdigt.

Lara Langstädtler, die im vergangenen Schuljahr 2016/17 ihre schulische Abschlussprüfung im Rahmen der Erzieherausbildung abgelegt hat, diskutiert in ihrer Facharbeit, die durch Frau Dozentin Henning als Erstgutachterin pädagogisch begleitet wurde, wie ein angemessenes Verhalten von pädagogischen Fachkräften gegenüber Gewaltspielen aussehen könnte:

Lara Langstädtler: Pädagogischer Umgang mit gespielter Aggressivität im Kindergarten, in: Beiträge aus der sozialpädagogischen Ausbildung 5 (2017), H. 14 v. Oktober 2017, S. 18 – 32 (mit einem Vorwort von Johanna Henning: S. 18).

Rezension: Luther für junge Leser

Karlheinz Weißmann: Martin Luther für junge Leser. Prophet der Deutschen, mit Illustrationen von Sascha Lunyakov, Berlin 2017, 169 Seiten.

Das Jubiläumsjahr der Reformation neigt sich dem Ende entgegen – ein Jahr, das von nicht wenigen Misstönen begleitet gewesen ist: Es ging los mit dem Bild zweier kirchlicher Würdenträger im Herbst 2016, die auf dem Jerusalemer Tempelberg nicht zum Kreuz als Teil ihrer Amtsinsignien stehen wollten. Was hätte Luther wohl zu dieser Uminterpretation seines „Hier stehe ich … – ich kann auch jederzeit anders“ durch seinen „Nachfolger“, den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, gesagt!? Da war die antifaschistische Entgleisung auf einem regionalen Kirchentag in Mitteldeutschland, bei dem Luther auf unflätigste Weise beschimpft wurde. Da waren kritische Stimmen aus den eigenen Reihen, die den Kirchenleitungen einen unreformatorischen Personenkult um Luther, eine Kommerzialisierung seiner Person vorwarfen und den Jubiläumsfeiern theologische Substanzlosigkeit bescheinigten …

Die Beispiele zeigen, wie schwer es heute fällt, die Reformation und einen ihrer Hauptakteure geschichtlich wie theologisch angemessen zu würdigen. Nur in einem war man sich sicher: Es sollte kein nationales Luthergedenken geben, von dem 1983 selbst die Jubiläumsfeierlichkeiten der SED nicht frei waren. Und doch hat Karlheinz Weißmann seiner Lutherbiographie für junge Leser den Untertitel gegeben: „Prophet der Deutschen“. Dieser greift eine Zuschreibung auf, die Luther, der für sich ein prophetisches Amt in Anspruch nahm, schließlich selbst übernahm, als Bürde, nicht als Ehre. Und das war Luther auch – mindestens was seine Wirkungsgeschichte anging. Er hat die Geschichte Deutschlands ebenso geprägt wie dessen religiöse Landschaft. Nebenbei: Weißmanns Buch ist nicht der Ort, die Frage zu stellen, warum sich die Reformation gerade in den nichtrömischen, germanisch-skandinavisch geprägten Ländern bleibend durchsetzen konnte.

Vollständig erfassen wird man Luther durch eine solche Wertung wohl nicht, allzu facettenreich ist seine Persönlichkeit. Und das wäre für eine Biographie auch ein zu großer Anspruch. Doch dem Historiker und Publizisten Weißmann ist zweifelsohne gelungen (wie schon bei seiner vorangegangenen Geschichte Deutschlands für junge Leser), Luther anregend, differenziert und anschaulich für Heranwachsende zu erschließen. Auch wenn nicht alles beim ersten Mal erfasst wird, weckt das Buch Neugier, sich weiter mit Luther zu beschäftigen, den Fragen um seine Person und Wirkungsgeschichte an anderer Stelle nachzuspüren … Illustriert wurde der Band von Sascha Lunyakov.

Luther wird in den Kontext seiner Zeit eingeordnet, wobei der Verfasser ihn stärker an die Schwelle zur Neuzeit als an den Ausgang des Mittelalters rückt (anders, als es Schillings epochales Lutherwerk jüngst getan hat). Es folgen Kapitel zu Luthers Zeit als Mönch und zu seiner Rolle als Reformator.

Die Bedeutung Luthers für die Nationalgeschichte erkennt Weißmann in dessen Einfluss auf die deutsche Sprache (Bibelübersetzung), in seiner Rolle als Initiator einer (sozialen) Volksbewegung, die im Bauernkrieg dann auf dramatische Weise eskalierte und auch sonst durchaus in innerreformatorischen Streitigkeiten mit sich selbst in Konflikt geriet, und in der Neuordnung der Glaubenslandschaft in Deutschland. Diese Punkte sind alle nicht verwunderlich. Bemerkenswert ist, dass Weißmann Luther nicht als den Beginn eines verhängnisvollen deutschen Sonderweges zeichnet, sondern als Leitfigur in eine Geschichte des deutschen Widerstands einreiht: von Arminius und Widukind über Luther bis zu Bismarck und den Widerständlern vom 20. Juli 1944 und 17. Juni 1953. Dies alles gelingt Weißmann, ohne Luther dabei einseitig zu politisieren. Deplatziert und anbiedernd an den Massengeschmack wirkt einzig die Illustration, die Luther vor einem Heer von Fußballfans zeigt, die schwarz-rot-goldene Fahnen schwenken.

Dies überzeugt und rechtfertigt den Untertitel des Bandes, sofern man die darin enthaltene Charakterisierung nicht exklusivistisch versteht. Für Weißmann bleibt Luther ein religiöses Genie – mit der durchaus üblichen Gratwanderung: Luther konnte harte Urteile gegen andere fällen, wurde aber selbst vom Teufel bedrängt. Dies wird man unterschreiben können. Schwieriger hingegen ist Weißmanns theologische Deutung Luthers – … als eines religiösen Denkers, der etwas Neues beginnen wollte. Dies unterschlägt, dass es Luther zunächst um Rückkehr zu den Wurzeln des Evangeliums ging, auch wenn sich dieses Anliegen schnell mit anderen verband. Etwas holzschnittartig bleibt die Charakterisierung der theologischen Unterschiede zwischen den Konfessionen, zumal nach der Einigung in der Rechtfertigungslehre: hier Größe und Allmacht Gottes, dort dessen Gnade und Hinwendung zum Menschen.

Schwierig erscheint es auch, Luther für den Freiheitskampf Widukinds gegen Karl den Großen zu vereinnahmen, ging es doch hier um eine Auseinandersetzung zwischen heidnischen Sachsen und bereits christianisierten Franken.

Was bleibt am Ende? Weißmann verschweigt nicht die Irrwege der Reformation, die innerprotestantischen Auseinandersetzungen und die Spaltungen des konfessionellen Zeitalters: „Das ‚protestantische‘ Deutschland ist selbstverständlich nicht das ganze Deutschland. Es gibt auch das andere, das im Süden und im Westen, das in vieler Hinsicht reichere, lieblichere, länger kultivierte, das mit dem Nachbarn in engerem Austausch stehende, das ursprünglich römische Germanien. Und unbestreitbar hat es Zeiten der tiefen Spaltung und Feindschaft zwischen dem einen und dem anderen gegeben, zum Unglück der Deutschen“ (S. 20). Gerade die Studenten des Wartburgfestes, das eine Feier des dreihundertjährigen Jubiläums der Reformation war, haben diese Spaltung „in zwei Deutschlands“ beklagt und dagegen ihre Stimme erhoben.

Auf der Habenseite steht in politischer Hinsicht der Freiheitsimpetus des „protestantischen Deutschlands“, nicht zuletzt in Gestalt Preußens und der Attentäter des 20. Juli, die noch einmal die besten Traditionen Preußens aufflammen ließen. Theologisch wurde Luther zu einer „Vatergestalt des Glaubens“, die tiefe religiöse Ernsthaftigkeit bezeugte – ein Aspekt, der heute auch von katholischer Seite anerkannt wird.

Insgesamt handelt es sich um ein lesenswertes Werk für junge Leser (ab zwölf Jahren), die über Luther und dessen Wirkungsgeschichte mehr erfahren wollen.

Schlaglicht: „Nicht jeder Doktor muss Professor werden“

„Nicht jeder Doktor muss Professor werden“, meint Gerald Wagner im Hochschulteil der Frankfurter Allgemeinen vom 25. Oktober 2017 (S. N4). Und weiter: „Die Flut an Promotionen ist weniger problematisch als die mit dem Doktortitel verbundenen Erwartungen.“ Der Verfasser hat Recht, dass nicht jede Promotion dauerhaft in eine hauptberufliche wissenschaftliche Tätigkeit münden muss. Unsere Gesellschaft könnte in vielen Bereichen von promovierten Fachkräften profitieren. Allerdings beleuchtet Wagner nur die hochschulische Seite. Der Arbeitsmarkt muss sich auch aufnahmebereit zeigen. Höchstqualifikationen werden häufig gerade nicht als „individuell und gesamtgesellschaftlich erwünschte Investition“ gesehen: Promovierte Bewerber gelten allzuoft als zu alt, praxisfern, nicht berufsqualifizierend ausgebildet, eben überqualifiziert. Hier verschleudert unser Land Talente mit vollen Händen, was wir an anderen Stellen der Bildungsdebatte wortreich beklagen. Nicht zuletzt im öffentlichen und kirchlichen Dienst grassiert gerade zu eine Intellektuellenfeindlichkeit. Dabei könnte gerade der öffentliche Dienst mit gutem Beispiel vorangehen, etwa durch Anpassung von Altersgrenzen für promovierte Bewerber oder gezielte Vermittlungsangebote an Bewerber, die das Risiko einer befristeten Qualifikationsstelle eingegangen sind und dann wieder in den außeruniversitären Arbeitsmarkt zurückfinden wollen. Wo ständig von Kompetenzen geredet wird, sollten wir hochqualifizierten Absolventen und Experten ihres Faches auch zutrauen, sich in berufliche Arbeitsfelder einarbeiten zu können.

Jubiläum: 200 Jahre Wartburgfest

„Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe!“

(aus Gottfried Kellers „Fähnlein der sieben Aufrechten“

Am 18. Oktober dieses Jahres jährte sich zum zweihundertsten Mal das Wartburgfest, seinerzeit abgehalten anlässlich des dreihundertjährigen Jubiläums der Reformation. Dieses burschenschaftliche Ereignis war das erste große bürgerliche Nationalfest und gab wichtige Anstöße für die deutsche Einigungsbewegung. So heißt es gleich zu Beginn der am 18. Oktober 1817 auf der Wartburg bei Eisenach verabschiedeten Grundsätze: „Ein Deutschland ist, und ein Deutschland soll sein und bleiben.“ Die Beschlüsse von damals formulieren erstmals in der deutschen Verfassungsgeschichte zentrale Grundfreiheiten der Person, die sich später in den Verfassungen von 1848, 1918 und 1949 wiederfinden lassen.  Diese Grundsätze des Wartburgfestes haben nichts an Aktualität eingebüßt – im Gegenteil: Angesichts einer schleichenden Aushöhlung der Presse- und Meinungsfreiheit sind sie wieder deutlich aktuell.

Der folgende Beitrag über den christlichen Teil der burschenschaftlichen Bewegung wurde auf einem Gedenksymposium zum zweihundertjährigen Jubiläum des Wartburgfestes gehalten.

 

DIE CHRISTLICHE BURSCHENSCHAFT

„Was also ist das Ziel der akademisch-freien Universitätserziehung? Männer zu bilden, die geistig befähigt und sittlich würdig sind, auf unser deutsches christliches Volk einen bestimmenden Einfluß auszuüben. Darin ist […] die Ausrüstung für das besondere Fach schon mitbefaßt. Für dieses Ziel mitzuwirken wird also auch die Aufgabe derjenigen Verbindungen sein, welche ein Salz für das akademische Leben sein sollen.“ – so schrieb der Brandenburger Pfarrer Krummacher 1860 in den „Fliegenden Blättern“ des Rauhen Hauses, die sich durch Johann Hinrich Wicherns publizistisches Geschick zur wichtigsten sozialpolitischen Zeitschrift im deutschsprachigen Protestantismus des neunzehnten Jahrhunderts entwickelt hatten. Für Krummacher ist das Verbindungswesen mehr als „ein Spiel mit bunten Bändern und Mützen“. Er entwirft das Ideal einer Burschenschaft, die aufgrund ihrer christlichen Überzeugung Duell und Mensur ablehnt und von drei ernsten Grundsätzen getragen wird – und zwar: Wissenschaftlichkeit, Sittlichkeit und Vaterlandsliebe.

Krummachers Idee lieferte seinerzeit den Impuls zur Gründung der Burschenschaft Alemannia zu Leipzig. Im Gründungstagesbuch schrieb einer der Gründer, Gustav Hüfner: „Da geschah nicht lange nach Anfang des Wintersemesters 1860, daß Arthur Weber […], begeistert durch die Lektüre eines Aufsatzes aus den ‚Fliegenden Blättern‘ des ‚Rauhen Hauses‘ zu Hamburg […], am Freitag, dem 30. November 1860 einigen seiner Freunde, die zufällig bei ihm waren, jenen Aufsatz vorlas und hierdurch den ersten Anstoß gab, eine Vereinigung zu gründen, deren Ziel eine Veredelung des studentischen Lebens sein sollte.“ Durchaus dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend, wandte man sich – so Hüfner in seinem weiteren Eintrag – gegen „banausisches Treiben“ auf der einen, „sterile Plattheit“ und „öden Indifferentismus“ auf der anderen Seite. Die neue Vereinigung sollte durch mehr zusammengehalten werden als „bloße Schulfreundschaft oder gar Landsmannschaft“.

Nur wenig später, am 3. Februar 1861, konstituierte sich dann die Leipziger Burschenschaft Alemannia formal als christliche Burschenschaft. Als deren Ziele legten die Gründungsstatuten fest: „Christlich-deutsche Gesinnung zu erstreben in Läuterung der religiösen Überzeugung und der patriotischen Gefühle. […] Reinheit des Charakters zu bewahren in Wort und That als Grundlage und Ziel des Freundschaftsbundes. […] Wissenschaftlichkeit, erzielt in Erfüllung des academischen Berufs.“ Die Entscheidung, welchen Prinzipien die neue Gemeinschaft folgen sollte, fiel auf einem Kneipabend am 15. Dezember 1860. Nach langen Auseinandersetzungen war man übereingekommen, dass „in dem Begriff Sittlichkeit noch nicht das positive christliche Element enthalten sei“. Am 17. Juni 1861 erhielt die frischgegründete Alemannia die ministerielle Erlaubnis, die Farben Schwarz-Rot-Gold zu tragen. Die Alemannia war die erste Studentenverbindung im Königreich Sachsen, die sich nach den Karlsbader Beschlüssen offiziell wieder zu diesen Farben bekennen konnte.

Im Folgenden soll weniger etwas zur historischen Entstehung und zur verwickelten Geschichte der christlichen Burschenschaft gesagt weden, sondern stärker auf deren kulturethische Ausrichtung eingegangen werden – mit einem Ausblick auf gegenwärtige Herausforderungen.

Kein dogmatisches Bekenntnis

Wir dürfen annehmen, dass in den Anfängen der burschenschaftlichen Bewegung der Gottesbezug als ein selbstverständliches Bekenntnis zu den christlichen Grundlagen deutscher Kultur übernommen wurde. Nicht umsonst war das Wartburgfest, an das wir heute erinnern, eine Lutherfeier. Auf Gott berief sich sowohl ein preußischer König wie Friedrich Wilhelm III. in der Verbindung von Thron und Altar als auch ein burschenschaftlicher Vordenker wie Ernst Moritz Arndt: „Dem Gott, der groß und wunderbar. / Aus langer Schande Nacht uns allen. / Im Flammenglanz erschienen war.“ Nach Aufklärung und Französischer Revolution stellte die Chiffre „Gott“ ein Gegenprogramm dar: ein zivilreligiöses Bekenntnis zum Eingreifen Gottes in der Geschichte. Erst im Zuge der Erweckungsbewegung trat die christlich-konfessionelle Komponente stärker hervor.

Mit der Bezeichnung „christliche Burschenschaft“ grenzte Hans Waitz in seiner „Geschichte des Wingolfsbundes“ die 1836 gegründete Erlanger Uttenruthia und die 1851 gegründete Burschenschaft Germania zu Göttingen von selbigem ab. Die Uttenruthia, als erste nichtschlagende Studentenverbindung in Deutschland gegründet, verstand das Christianum nicht im Sinne eines konfessionellen Bekenntnisses oder als konstitutives Element des Lebensbundes – so heißt es in der Stiftungsurkunde, „Trenkles Thesen“, vom 5. März 1836: „Es muss ein Kanon als Bedingung zur Aufnahme in unsere Gemeinschaft bestimmt und eine Grenze gezogen werden, um zu verhindern, dass in unserer Mitte sich nicht ein Niederschlag von allen möglichen, sonst nirgends brauchbaren Subjekten ansiedle, der ohne zu wissen, was wir wollen, und ohne auch nur im mindesten ein religiöses oder moralisches oder wissenschaftliches Interesse mit uns zu teilen, bloß des allenfalls anständigeren Kneipens willen zu uns sich hält. Der Kanon darf aber nichts spezifisch Christliches als notwendig in dem Aufzunehmenden vorhanden sein müssend voraussetzen, sondern nur negativ gefasst sein.“ Es geht um eine Bereitschaft, sich mit dem Christentum und seiner ethischen Botschaft auseinander zu setzen: „Überall, wo kein Widerstreit gegen die Wahrheit, kein spöttisches oder mitleidiges Belächeln der innersten und heiligsten Angelegenheiten jedes Einzelnen vorhanden ist, soll der Zutritt zu unserer Freundschaft offen stehen. Es sollen die Strebenden und Suchenden hier einen Anschließungspunkt und Förderung ihres Strebens finden können.“

Im Rahmen des Richtigen können verschiedene religiöse Bekenntnisse nebeneinander stehen. Der Einzelne bleibt aber herausgefordert, zwischen ihnen eine subjektive Entscheidung zu treffen. In den Thesen Christoph Ernst Luthardts, angenommen von der Uttenruthia am 30. Juli 1853, die im Verbindungsbrauch jeweils theologisch zeitgenössisch neu interpretiert worden sind, liest sich dies folgendermaßen: „Wohl wissend, daß die Zeit des studentischen Lebens, die der Entwicklung und werdenden Entscheidung ist, verlangt die Verbindung von dem Neueinzutretenden nicht ein bestimmtes dogmatisches Bekenntnis außerdem, daß er ein christlicher Student sein wolle; und nicht eine gewisse Stufe der Christlichkeit, sondern nur ernstes und gewissenhaftes Ringen und Streben. Wo sie dieses sieht, glaubt sie auch an die Zukunft. Überhaupt hält sie sich an das Wort des Herren: Wer nicht wider mich ist, ist für mich; fordert das Erste und glaubt das Zweite.“

Die Uttenruthia übernahm aus dem Erlanger Burschenbrauch von 1817 den Wahlspruch „Frisch, fromm, froh, frei!“, lehnte aber die Bezeichnung als „Burschenschaft“ für sich ab. Günter W. Zwanzig verweist in seiner Darstellung zur Frühgeschichte des Schwarzburgbundes auf einen Brief Luthardts an den Erlanger Professor Karl von Raumer, „in dem er das Primat des Christlichen damit begründet, dass für jeden seine Nationalität und Konfession geschichtlich gegeben sei“, weshalb das Bekenntnis in der Verbindung so formuliert werden sollte, dass auch ein katholischer Christ oder ein französischer christlicher Student dieses unterschreiben könne. Zwanzig wertet die aktuellen Grundsätze des Schwarzburgbundes vom 3. Juni 2006 so, dass hier ein „Heimatprinzip“ im Vordergrund stehe – so seine Lesart von Artikel 5, in dem es heißt: „Das Bekenntnis zum Vaterland findet im Schwarzburgbund seinen Ausdruck in der Liebe zu unserer Heimat, in der Pflege unserer Kultur und Sprache und insbesondere im Einstehen für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung im Rahmen eines vereinten Europa.“

Pflege eines christlich-burschenschaftlichen Wertekanons

Im Jahre 1836, dem Gründungsjahr der Uttenruthia, begründete Theodor Fliedner in Kaiserswerth eine Diakonissenanstalt. Das Ereignis steht stellvertretend für die Begründung einer organisierten Diakonie als christliche Antwort auf die soziale Frage des neunzehnten Jahrhunderts. Viele Mitglieder des Schwarzburgbundes und der christlich-burschenschaftlichen Bewegung waren hieran beteiligt. Dies gilt auch für die Göttinger Germania, die sich am 9. August 1851 offiziell als „christlich deutsche Burschenschaft“ gründete. In Göttingen hatte sich unter Leitung des Theologieprofessors Friedrich Ehrenfeuchter, der 1849 auf eine ordentliche Professur für die sich damals neu formierende Praktische Theologie berufen wurde, ein Verein für innere Mission gebildet. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Vereinsmitglieder sollte auch der Burschenschaft Germania beitreten.

Deren Gründer, sechs Göttinger Studenten, waren während der vorbereitenden Beratungen über eine Satzung am 5. Dezember 1850 darin übereingekommen, Duell und Mensur „niemals zuzulassen“. Als Ziel formulierten sie die „Wiedervereinigung des deutschen Volkes zu einem Träger christlichen Sinnes und damit mittelbar die Aufgabe der Herstellung der deutschen Kirche, des deutschen Reiches, deutscher Wissenschaft und Kunst durch den christlichen Geist“. Von den Mitgliedern verlangte man ein ehrliches Wollen, keine Festlegung auf ein irgendwie dogmatisch gefasstes Christentum. Diese Haltung führte 1866 schließlich zum Abbruch des Kartells mit dem Wingolfsbund, das man ein Jahr nach der Gründung – 1852 – eingegangen war.

1862 schlossen die Göttinger Germania und die eingangs genannte Leipziger Burschenschaft Alemannia ein Kartell als vertragliche Grundlage ihres Freundschaftsverhältnisses. Auch wenn das Kartell bereits 1866 formal abgebrochen wurde, als die Alemannia stark zusammengeschmolzen war, besteht das besondere Freundschaftsverhältnis mit wechselnder Intensität bis heute: „Das Bündnis verstand und versteht sich […] als Wahrer eines christlich-burschenschaftlichen Wertekanons, der sich direkt auf die Urburschenschaft bezieht und mit seiner besonderen Prägung eine spezifische Strömung in der burschenschaftlichen Bewegung darstellt.“ – so in einem Festbeitrag zum hundertfünfzigjährigen Jubiläum des Kartellabschlusses. Ähnliches gilt für die Burschenschaft Rheno-Germania zu Bonn von 1860 bzw. 1904, die seit ihrer Stiftung bis heute ebenfalls sowohl mit Germania als auch Alemannia in freundschaftlichem Verkehr steht, mit der letztgenannten seit 2000 vereint im Cartell Christlicher Burschenschaften.

Die Burschenschaft Germania war am 19. Mai 1860 in Bonn von ausgetretenen Wingolfiten gegründet worden. Während die übrigen Wingolfsverbindungen der Bonner Germania reserviert gegenüber standen, bemühte sich die Göttinger Germania um ein freundschaftliches Verhältnis, das 1861 offiziell wurde. Der Erlanger Vorort des Wingolf bekundete schriftlich sein Missfallen – dieser Umstand begünstigte es, dass die Kontaktaufnahme der Leipziger Alemannen in Göttingen auf fruchtbaren Boden fiel. Letztlich blieb das Drängen des Wingolf, sich von der Alemannia zu lösen, ohne Erfolg. Im Sommersemester 1863 kam es stattdessen zur Gründung eines Fünfbundes zwischen fünf christlichen Verbindungen außerhalb des Wingolf: Uttenruthia Erlangen, Tuiskonia Halle, Germania Bonn, Alemannia Leipzig und Germania Göttingen. Ulrich Bahrs urteilte 1900: „Hätte damals die Göttinger Germania ihr Verhältnis zum Wingolf gelöst, so wäre wohl sicher ein ansehnlicher Bund zustande gekommen […] Diesen Schritt wollte aber die Germania nicht thun, ihres alten idealen Großbundesgedankens willen.“ Ein solcher entstand erst 1887 als Schwarzburgbund im thüringischen Schwarzburg. Die Göttinger Germania trat diesem erst 1893 bei – nicht zuletzt, um der Gründung einer eigenen christlichen SB-Verbindung in Göttingen, das damals bloß 715 Studenten zählte, zuvorzukommen: „Gemeinsam war die christliche Grundlage des Verbindungslebens. Unterschiedlich dagegen war die Auffassung des vaterländischen Prinzips“. Dieses war in der Göttinger Germania stark durch Ernst Moritz Arndts Verbindung von Christentum und Deutschtum geprägt.

Gegenwärtige Herausforderungen an eine christliche Identität

Heute stellt sich die Frage, wie dieses Erbe in einer zunehmend pluraler gewordenen Gesellschaft verstanden und bewahrt werden kann. Dabei geht es nicht um ein konfessionelles Bekenntnis. Die christliche Identität besitzt für unser Gemeinwesen eine weitergehende kulturethische Bedeutung: für Politik und Kultur, für Bildung und Wissenschaft, für unser Zusammenleben in Staat und Gesellschaft. Nicht zuletzt die Trennung von religiöser und politischer Sphäre – nach der unnachahmlichen Formel: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ – bei gleichzeitiger Kooperation beider Gewalten wäre bedroht, und damit ein wichtiges Moment, das sich in der abendländischen Geistes- und Kulturgeschichte äußerst produktiv ausgewirkt hat. Ob wir diese Tradition angesichts der demographischen Entwicklung, säkularer Tendenzen auf der einen und vermehrter Einwanderung auf der anderen Seite bewahren können, ist auf längere Sicht keineswegs ausgemacht. Wir sollten uns des erreichten Besitzstandes an kulturellen Selbstverständlichkeiten nicht allzu sicher sein: Verdunsten christlicher Erlösungsglaube und christlich-religiöse Praxis in unserem Land, wird über kurz oder lang auch das kulturethische Fundament unserer christlich-sozialethischen Orientierungswerte brüchig werden.

Die für die Moderne geltende Autonomie der Bildung setzt eine eigene religiöse Praxis nicht zwingend voraus, das zeigt das Selbstverständnis der christlichen Burschenschaften. Gleichwohl wird von umfassender Persönlichkeitsbildung nur dann gesprochen werden können, wenn der Einzelne in der Lage ist, sich selbst und die Welt um sich mit Bezug auf religiöse Sprachformen wahrzunehmen und zu werten. Religiöse Lernprozesse bleiben unverzichtbarer Bestandteil des allgemeinen Bildungsauftrags – nicht im Sinne religiöser Rede, sondern im Blick auf die Befähigung zum Reden über Religion. Wer Religion nicht versteht, erfährt diese als etwas Bedrohliches und gerät in den Zwang, sie politisch zähmen, einhegen oder sogar neutralisieren zu müssen. An dieser Stelle haben christliche Burschenschaften, verstanden als akademische Bildungs- und Erziehungsgemeinschaften, einen entscheidenden Bildungsauftrag gegenüber ihren Mitgliedern. Leider sind Wissenschaftliche Abende ad Christianum in den Semesterprogrammen keine Selbstverständlichkeit mehr.

Die religiöse Entscheidung bleibt Sache des einzelnen Bundesbruders. Die Gemeinschaft unterstützt die freie geistige Auseinandersetzung des Einzelnen, im Ringen um die höchsten Ziele und Inhalte des Lebens. Doch wird ein Verständnis für religiöse Phänomene und ein gereiftes Urteil im Hinblick auf religiöse Fragestellungen auf Dauer nur dann erhalten bleiben, wenn zumindest ansatzweise der Kontakt mit gelebter Religion, mit religiösen Überzeugungen und Gewissheiten erhalten bleibt – ob man diese nun persönlich teilt oder nicht. Eine Ethosbildung, die bewusst von Formen gelebter Religion und Sittlichkeit abstrahieren wollte, würde auf Dauer an motivationsbildender Kraft verlieren. Daher ist es meines Erachtens auch kein Widerspruch, wenn beispielsweise eine christliche Burschenschaft als nichtkonfessioneller Bund wie in Bamberg seit einigen Jahren an der Großen Fronleichnamsprozession teilnimmt. Religiöses Bekenntnis, Selbstvergewisserung über die eigene Identität im gemeinsamen Zusammenleben der Stadt sowie die kulturethische Pflege der eigenen Tradition sind in Bamberg an einem Tag wie Fronleichnam sicher nicht zu trennen. Und diese Elemente werden auch im Raum einer christlichen Burschenschaft nicht künstlich zu trennen sein.

Die Pflege jener kulturethischen Bedeutung des Christentums, auf dem unser Gemeinwesen aufruht, kann nicht davon absehen, dass dieses Christentum immer nur in konfessioneller Ausprägung zu haben ist. Heute geht es weniger darum, freiheitsbedrohende Übergriffe der Kirche abzuwehren, als vielmehr darum, Freiheitseinschränkungen durch einen übergriffig werdenden Säkularismus zu verhindern. Das Gleichgewicht zwischen positiver und negativer Religionsfreiheit gerät nicht selten zu Lasten der ersteren ins Trudeln. Oder allzu schnell wird Toleranz in religiösen Dingen mit einer Privatisierung von Religion gleichgesetzt, in deren Zuge Religion als potentieller Störfaktor nach Möglichkeit aus dem öffentlichen Leben herausgedrängt wird.

Akademische Bildungsgemeinschaften sollten den Einzelnen befähigen, seine Freiheit im Denken und Handeln zu differenzieren und verantwortlich einzusetzen. Hinter dieser Bildungsaufgabe steht ein durchaus postsäkulares Programm, wie der Medienwissenschaftler Norbert Bolz betont – ein Schlussgedanke, der vielleicht gar nicht so schlecht zum zweihundertjährigen Jubiläum des Wartburgfestes passt: Denn „der freie Geist verletzt nicht nur das Tabu der Exzellenz, sondern auch das Tabu der Transzendenz. Sein Mut zur Wahrheit sprengt den Funktionalismus, die ausweglose Immanenz der sozialen Systeme. Und wenn man sieht, wie die ‚Weltgesellschaft‘ jedes Wort des Widerstands, jede Geste des Protests mühelos ins eigene Funktionieren einbaut, muss man zu dem Schluss kommen: Transzendenz ist heute der einzige subversive Begriff. Die konkrete Utopie jedes Außenseiters ist der systematische Paradigmenwechsel. Der freie Geist jedoch zielt auf die Metanoia des Einzelnen. Kehre um, du musst dein Leben ändern – oder doch wenigstens: dein Denken.“

 

 

Neuerscheinung: Sozialethik und Staat

Auch innerhalb der Christlichen Sozialethik finden Nachwahlbetrachtungen statt:

„Die abgestürzten C-Parteien fragen sich: Wie konnte trotz der kirchlichen Wahlhilfe fast eine Million ihrer bisherigen Wähler zur AfD überlaufen? Hunderttausende liefen der SPD und anderen Parteien davon, um aus Protest eine Alternative als Korrektiv zu wählen: Nicht als Alternative zum demokratisch-parlamentarischen System, sondern als systemkonforme Opposition zur Korrektur einer Politik, die von vielen Demokraten als verderblich beurteilt wird. […] Ob die Kirchen staatstragend sind oder im Sinne der C-Parteien sein sollten? […] Nach letzten, nicht allerletzten Umfragen von Allensbach vertrauen die Deutschen den Kirchen nur noch zu 36 Prozent, der Polizei dagegen zu 73 Prozent. Na und? Die klassischen Volkskirchen und Volksparteien verschwinden, weil sie das Volk nicht mehr erfassen können. Das sind die einfachen Leute, die sich nun politisch und religiös bemerkbar machen. Auch wenn sie von den politischen und theologischen Eliten nicht ernstgenommen werden.“ –

so P. Professor Dr. Wolfgang Ockenfels vom Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg im Editorial der aktuellen Ausgabe der „Neuen Ordnung“.

Privatdozent Dr. Axel Bernd Kunze (Universität Bonn) fragt in derselben Ausgabe in einem Beitrag:

„Ist mit der christlichen Sozialethik noch ein Staat zu machen?“

Der Beitrag skizziert eingangs, wie sich innerhalb der neueren Sozialethik bereits seit längerem eine schleichende Abkehr vom Nationalstaat abzeichnet. Diese kulminiert in der gegenwärtigen Migrations- und Integrationsdebatte in kosmopolitischen Forderungen nach einer Weltinnenpolitik. Die häufig übersehenen Kosten dieser Entwicklung zeigen sich als erzwungene Gleichheit im öffentlichen Diskurs, schwindendes Vertrauen im Zusammenleben und ein Aufweichen wirksamer Verantwortung und demokratischer Transparenz. Abschließend wird herausgearbeitet, warum die Rechtsfunktion des Staates auch weiterhin unverzichtbar bleibt. Gegenwärtig gerät diese durch eine Vernachlässigung demokratischer und rechtlicher Institutionen und eine Moralisierung des Rechts in Gefahr.

Axel Bernd Kunze: Ist mit der christlichen Sozialethik noch ein Staat zu machen? Überlegungen zur notwendigen Rechtsfunktion des Staates, in: Die neue Ordnung 71 (2017), Heft 5, S. 352 – 365.

Onlinefassung: http://web.tuomi-media.de/dno2/Dateien/NO517-5.pdf